Maiandacht 2014



Sünchinger Stubenmusik begeisterte

 

Marienlieder erklangen in der Dorfkirche

 

 

Wenn alles blüht und die ersten sommerlichen Tage ins Freie locken, gedenken die Katholiken der Muttergottes - in Andachten, Prozessionen und Wallfahrten. Diese Art der Verehrung stammt bereits aus dem 18. Jahrhundert. Im Jahr 1784 fand im oberitalienischen Ferrara die erste Maiandacht statt.

 

Im folgenden Jahrhundert verbreitete sich diese Form der Marienverehrung und setzte sich schließlich weltweit in der katholischen Kirche durch. In Deutschland fand die erste Maiandacht im Jahr 1841 im Kloster der "Guten Hirtinnen" bei München statt.

Von dort aus verbreitete sich der Brauch bald über Europa und die ganze Welt. Noch lange Zeit stellten Gläubige im Mai Marienaltäre in ihren Häusern auf. Eine Marienfigur wurde dazu mit Blumen und Blüten geschmückt. Sie standen für Fruchtbarkeit und symbolisierten die Verbindung zwischen Pflanzen und der Gottesmutter, der "Rose ohne Dornen".

 

Viele Haidenkofener erinnern sich noch daran, dass in ihrer Kindheit im Mai von der Dorfgemeinschaft jeden Tag eine Andacht abgehalten wurde. Dann reduzierte sich der Brauch auf drei bis einmal wöchentlich, bis er schließlich ganz einschlief.

 

Die alte Tradition ließen die Haidenkofener Frauen erstmals 2007 wieder mit einer feierlichen Maiandacht aufleben. Seitdem findet jedes Jahr, mit Ausnahme des Vorjahres - hier fiel sie wegen des Gründungsfestes aus – eine Marienandacht statt. Mittlerweile hat der Verein „Frauentreff Haidenkofen“ die Organisation übernommen.

 

Am Sonntag feierte die Dorfgemeinschaft und viele Gäste aus den umliegenden Ortschaften eine Maiandacht in der Ägidikirche. Mesnerin Elisabeth Spitzer, die auch die einleitenden Worte sprach, hatte in gewohnter Weise einen festlichen Maialtar zu Ehren der Muttergottes geschmückt.

 

Ein besonderes musikalisches Geschenk machte die Sünchinger Stubenmusik der Maienkönigin und den Kirchenbesuchern: Mit Hackbrett, Gitarre und Ziehharmonika trugen sie wesentlich zum Gelingen einer feierlichen Andacht in der kleinen Kirche bei.

 

Unter dem Leitgedanken „Maria – Fürsprecherin, Mittlerin und Mutter“ trugen die Frauen der Vorstandschaft abwechselnd einfühlsame Texte vor. Nach dem gemeinsam gesungenen Lied „Meerstern ich dich grüße“ las Elisabeth Helmbrecht das Johannesevangelium von der Hochzeit zu Kana vor.

 

Bezugnehmend darauf machte sich Christina Rominger Gedanken über die Beweggründe und die Art der Vermittlung von Maria bei dieser Hochzeit. Anita Kiener und Verena Lück banden in den von ihnen abwechselnd vorgetragenen Fürbitten die Anliegen von Menschen unserer Zeit ein. Nach mehreren Wechselgebeten und einem weiteren Musikstück sprach Eva Gerl ein einfühlsames Mariengebet in Gedichtform.

 

Das Schlusslied „Segne du Maria“ wurde von den Teilnehmern mit Begeisterung gesungen und die Stubenmusik bekam lang anhaltenden Applaus.

 

Alle Kirchenbesucher wurden im Anschluss ins Vereinshaisl eingeladen, wo sie von den Dorffrauen in gewohnter Weise mit selbst gebackenen Kuchen und Torten verwöhnt wurden.

 

Beitrag vom 20.05.2014

 

Maiandacht 2014

 

Maiandacht 2014 

 

weitere Fotos siehe Bilder

 



(eg)

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