JHV 2010



Fischereiverein feiert heuer 25-jähriges Jubiläum

 

Neuwahlen bringen wenig Änderung

 

 

Gut besucht war die Versammlung mit Neuwahlen im Vereinsheim Haidenkofen zu der 1. Vorsitzender Hermann Gerl auch Bürgermeister Erwin Rist begrüßen konnte. Dieser stellte fest, dass der Fischereiverein Haidenkofen gut geführt und organisiert sei und von der Größe her eine überschaubare Gruppe darstelle. Er bedankte sich bei der Vorstandschaft für die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde. Positiv stellte er heraus, dass der Fischereiverein seine Finanzen im Griff habe und noch nie einen Zuschussantrag an die Gemeinde gestellt habe. Auch die Jugendarbeit, obwohl nur eingeschränkt möglich, ist nach wie vor ein fester Bestandteil des Vereins.

 

Der Vorsitzende blickte dann auf das vergangene Jahr zurück und bedankte sich zuerst bei der Gemeinde Sünching, dass auf die Pacht für die Fischgewässer wieder verzichtet wurde.

 

Da der Umweltschutz ein wichtiger Satzungspunkt des Fischereivereins ist, wurden auch 2009 wieder Reinigungsmaßnahme an den Laberufern durchgeführt. Organisator der Aktion am 21.03.09 war Gewässerwart Josef Bachmeier, der auch für die Entsorgung des gefundenen Unrats (Wertstoffhof) verantwortlich zeichnete. An diesem Tag waren als Helfer zusätzlich Hermann Beck und Thamm Johannes dabei. Die anderen Fischer haben bestimmte Flussabschnitte zu individuellen Terminen gereinigt. Erstmalig wurde im letzten Jahr das Indische Springkraut, das sich entlang der Wasserläufe stark ausbreitet von den Fischern abgeschnitten und entsorgt. Dieses Drüsengewächs verdrängt die heimischen Uferpflanzen bereits in weiten Teilen Bayerns. Wie Hermann Gerl anmerkte, werde sich der Verein auch in Zukunft verstärkt um die Dezimierung dieses Eindringlings bemühen.

 

Anschließend gab der Vorsitzende bekannt, dass 2009 an zwei Terminen Fische gesetzt wurden. Zu den üblichen Bachforellen und Karpfen wurde zusätzlich "Fischallerlei" (Aitel, Barsche, Brachsen, Giebel, Kaulbarsche, K1, Nerflinge, Rotaugen, Rotfedern, Schleien) in die Laber eingesetzt.

 

Erst am 04.07. stand im letzten Jahr das Hegefischen auf dem Programm. Leider nahmen nur 11 Fischer daran mit folgendem Ergebnis teil: 1. Michael Lück 6.880 g, 2. Johannes Thamm 5.970 g, 3. Klaus Sedlmeier 3.100 g. Insgesamt wurden 20,5 kg Fische gefangen.

 

Das Fischerfest 2009 wurde vom Fischereiverein organisiert und erbrachte wieder ein gutes Ergebnis.

 

Der Versammlungsleiter beanstandete, dass die Laber im letzten Jahr insgesamt viermal abgelassen wurde, ohne dass eine vorherige Benachrichtigung erfolgte. Wie das Wasserwirtschaftsamt mitteilte war der Grund jeweils eine Reparaturarbeit an einer Mühle in Sünching. Allerdings wäre der Mühlenbesitzer verpflichtet gewesen, dies bei den Fischereiberechtigten anzuzeigen. Die Laber hätte auch nur zur Hälfte abgelassen werden dürfen, was auch nicht der Fall war. Falls sich solche Vorkommnisse wiederholen sollten, behält sich der Fischereiverein vor, Schadenersatz zu verlangen.

 

Kassenwart Hans Schindler trug anschließend seinen Bericht vor. Wie jeder Verein im Dorf leisteten auch die Fischer ihren Unkostenanteil an der Durchführung des Wettbewerbes "Unser Dorf hat Zukunft". Dank der jährlichen Gewinnzuweisung vom gemeinsam durchgeführten Fischerfest konnte der Kassenstand gegenüber dem Vorjahr wieder leicht erhöht werden und die Fischer können auf eine solide Finanzlage bauen. Der Kassier bat die Mitglieder, geänderte Bankdaten für den Einzug der Mitgliedsbeiträge rechtzeitig bekanntzugeben, um dem Verein unnötige Kosten zu ersparen.

 

In seinem nächsten Programmpunkt ging Hermann Gerl auf den geplanten Fischbesatz für nächstes Jahr ein. So sollen Karpfen, Forellen, und Nasen eingesetzt werden. Auch der Besatz von fangfähigen Hechten wurde durch die Mitglieder gewünscht. 

 

Turnusmäßig standen Neuwahlen an, aus denen Hermann Gerl wieder als Vorsitzender hervorging. Seit 25 Jahren leitet er nun bereits die Geschicke des Fischereivereines.

Die Entlastung der alten Vorstandschaft wurde ohne Gegenstimme durchgeführt. Die Wahlen, gekonnt durchgeführt von Bürgermeister Erwin Rist, erbrachten folgendes Ergebnis:

1. Vorsitzender: Hermann Gerl, 2. Vorsitzender: Karl Spitzer, Kassier: Johann Schindler, Schriftführerin: Eva Gerl, Gewässerwarte: Josef Hartmann, Josef Bachmeier und Michael Lück und Jugendwart: Stephan Bayerschmidt.

Alle Gewählten nahmen die Wahl an. Der alte und neue Vorsitzende dankte dem Bürgermeister für die Abwicklung der Wahlen.

 

Unter dem Tagesordnungspunkt "Sonstiges" gab der Vorsitzende die Auswertung der Fangergebnisse bekannt. So ermittelte er eine Wiederfangquote von 38 % bei Karpfen und 50 % bei Forellen.

 

Für das geplante Hegefischen wurde als Termin der 30. Mai 2010 festgelegt. Außerdem ist beabsichtigt, noch vor dem Eintreffen der Bundeskommission im Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" eine Lehrtafel mit allen einheimischen Fischen anzuschaffen und im Bereich des Insektenhotels aufzustellen.

 

Als einen möglichen Höhepunkt im Vereinsleben bezeichnete der Vorsitzende die Feier des 25-jährigen Gründungsfestes in diesem Jahr. Es ist geplant dieses Jubiläum wie folgt zu würdigen. Am Samstag, 10.04 fahren die Vereinsmitglieder mit dem Bus zu einem Zoo nach München oder Nürnberg.

Der Sonntag, 11.04. beginnt mit einem Gottesdienst für die verstorbenen Mitglieder, anschließend ist ein gemeinsames Mittagessen im Gasthof Englberger mit Ehrung der langjährigen Mitglieder beabsichtigt. Genaueres dazu wird vorläufig noch nicht verraten.

 

Wie jedes Jahr berichtete der Versammlungsleiter über Interessantes aus der einheimischen Fauna. Als erstes ging er auf den Fisch des Jahres, die Karausche (Familie der Karpfenfische) ein. Diese Wahl zum Fisch des Jahres ist eine gemeinsame Aktion von Deutschland und Österreich. Damit soll ein meist wenig bekannter und bedrohter Fisch der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Vor allem durch Gefährdung und Verlust ihrer Lebensräume in unseren heimischen Gewässern wird dieser Fisch immer seltener. In Bayern steht er auf der Vorwarnliste. Die Karausche gilt als "Meister im Luftanhalten", denn sie kann, im Schlamm vergraben, bis zu 5 Tage ohne Sauerstoff auskommen.

 

Zum Vogel des Jahres, dem Kormoran, erläuterte der Vorsitzende, dass es ca. 40 Kormoranarten mit beträchtlichen Größenunterschieden (360g – 4 kg) und 80 – 160 cm Flügelspannweite gebe. "Bei uns sind zwei Arten heimisch, der Binnenland- und der Meereskormoran. Erst seit das Vogelschutzgesetzes in Südeuropa geänderten wurde, hat sich der Kormoran wieder stark vermehrt und ist seit einigen Jahren auch wieder bei uns – zum Leidwesen mancher Teichwirte - beheimatet".

 

Bevor der Vorsitzende die Versammlung schloss wurden noch die Jahreskarten an die anwesenden Mitglieder ausgegeben.

 

Bericht vom 02.02.2010




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