25-Jahrfeier Fischereiverein



Fischereiverein feiert 25. Jubiläum

 

Zahlreiche Mitglieder für Vereinstreue geehrt

 

Mit einem Festgottesdienst für die verstorbenen Mitglieder begann der Fischereiverein sein 25-jähriges Gründungsfest. Pfarrer Erwin Gietl zeigte Parallelen in seiner Predigt zum bekanntesten Jünger Jesu, Simon Petrus, der ebenfalls ein Fischer war, auf.

 

Die weltliche Feier fand anschließend im Gasthaus Englberger statt. Hier konnte 1. Vorsitzender Hermann Gerl neben Pfarrer Erwin Gietl auch 1. Bürgermeister Erwin Rist sowie 2. Bürgermeister Robert Spindler begrüßen.

In seinen Grußworten lobte der Bürgermeister die verantwortungsbewusste Arbeit der Vereinsführung. Besonders hob er hervor, dass bis auf ein Mitglied des Gründungsvorstandes alle anderen immer noch in der Vorstandschaft sind. Das zeugt von einer guten Zusammenarbeit, einem guten Zusammenhalt, und das ist nicht selbstverständlich. 

 

In sehr humorvoller Art, unterlegt mit zahlreichen Bildpräsentationen, ließ Gerl in seiner Festansprache das letzte Vierteljahrhundert Revue passieren. Er zählte auf, was sich 1985 alles Bemerkenswertes ereignet hatte: Boris Becker siegte in Wimbledon, die Schwarzwaldklinik eroberte die Fernsehzuschauer, der französische Geheimdienst versenkte das Greenpeaceschiff "Rainbow Warrior" und am 30.03.1985 wurde der Fischereiverein Haidenkofen gegründet. Der Anlass war u. a auch, dem Dorf wieder mehr Eigenständigkeit zu verleihen. Die erste Vorstandschaft bestand aus Hermann Gerl, Franz Bauer, Eva Gerl, Hans Schindler und Josef Hartmann. Gerl berichtete, dass noch im gleichen Jahr 25 weitere Haidenkofener dem Verein beitraten und das obwohl er noch über kein eigenes Fischwasser verfügte. Die "Aktivitäten" beschränkten sich deshalb auf Wettackern sowie Fußballspielen gegen die Nachbardörfer. Ungeschlagen hörten die Fischer auf dem Höhepunkt ihrer Karriere auf, denn nun hieß die Devise "Endlich ein eigenes Fischwasser".

 

1987 kam das Angebot des Sünchinger Fischereivereins zur "Fusion". Die Haidenkofener, die in jeder Hinsicht auf ihre Selbständigkeit pochten, lehnten dies ab und bekamen zum 01.01.1988 von der Gemeinde Sünching das gewünschte Fischwasser: die Laber im Bereich der Gemarkung Haidenkofen. Ab diesem Zeitpunkt strotzten die Fischer geradezu vor Tatendrang. Mehrere Brücken über die Laber wurden gebaut, eine Staustufe im Bachlgraben errichtet und der Fischbesatz kräftig aufgestockt. Das Landratsamt Regensburg honorierte diesen Eifer jedoch nicht und machte dem Verein wegen seiner Stegbauten Ärger. Viel Schriftverkehr sowie eine geforderte Belastungsprobe, bei der sich fast 30 Haidenkofener gleichzeitig auf dem errichteten Steg versammelt hatten (Beweisfoto), waren notwendig, um nach fast einem Jahr die Genehmigung gegen Bezahlung von 353 DM zu erhalten.  Erstmals wurde 1988 das Haidenkofener Fischerfest vom Fischereiverein abgehalten, das mittlerweile zum Geheimtipp für Fischliebhaber wurde.

 

Mitten auf dem Dorfplatz erfolgte 1991 der Bau eines Kinderspielplatzes. Dafür wurde die Vereinskasse arg in Mitleidenschaft gezogen. Ein Novum war 1995 die Wahl des "Auswärtigen" Hans Beck aus Sünching zum 2. Vorsitzenden. In diesem Jahr erfolgte erstmals eine Säuberungsaktion entlang der Laberufer durch die Fischer. Ab dem Jahr 1998 wurde der Gewinn des jährlich stattfindenden Fischerfestes auf alle Ortsvereine aufgeteilt. Bei der Säuberungsaktion des Landkreises Regensburg "Ramadama" gewannen die Haidenkofener Anglerfreunde 2005 den 1. Preis und somit 500 DM.

 

2007 schied Hans Beck aus der Vorstandschaft aus und Spitzer Karl wurde 2. Vorsitzender. Mit der Anpachtung eines Altwassers vom Fischereiverein Sünching wurde der Gewässerumfang 2008 erweitert. Dieses Altwasser ist ein reines Rückzugsgebiet für Fische aller Arten, denn hier darf nicht geangelt werden. Neu in die Vorstandschaft kamen Josef Bachmeier, Stephan Bayerschmidt und Michael Lück.

 

Im Anschluss an die Vereinschronologie beendete Hermann Gerl mit einigen Anekdoten über Missgeschicke der "Petrijünger" seine Festrede. Er bedankte sich noch bei der Gemeinde für den Erlass der Pacht des Fischwassers sowie bei der Vorstandschaft für die gute Zusammenarbeit in den letzten 25 Jahren.

 

Nach dem Mittagessen wurden die Mitglieder geehrt, die bereits seit 25 Jahren dem Verein die Treue halten. 1. Bürgermeister Rist lobte das umsichtige Handeln und die verantwortungsbewusste Arbeit des Vereins und überreichte Präsente an die Gründungsvorstandschaft.

 

 Bericht vom 16.04.2010

 

Gründungsfest

Gründungsmitglieder

 

Gründungsfest

Gründungsvorstand mit Bürgermeister Erwin Rist




Chronik:






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