Kesselfleischessen und Berlinabend
Tradition und Gegenwart
Kesselfleischessen und Berliner Abend
Hoch her ging es letztes Wochenende in Haidenkofen. Damit alte Bräuche nicht ganz in Vergessenheit geraten, wurde auch heuer wieder zum traditionellen Kesselfleischessen am Sonntagmittag eingeladen. Schon von weitem stieg den Liebhabern dieser Rarität der besondere Duft in die Nase, wurde doch das Essen im Freien, in einem großen Kessel vorbereitet. Aus Haidenkofen und der näheren Umgebung kamen die Feinschmecker, unter anderem die zwei Sünchinger Bürgermeister und genossen die Köstlichkeiten wie gekochte Nieren, Zunge, Herz und natürlich das schmackhafte nicht zu magere Fleisch. Ein gutes Bauernbrot dazu und fertig war die deftige Mahlzeit. Sogar ein Lieferservice wurde eingerichtet, damit auch die älteren Dorfbewohner zu Hause in den Genuss dieser Spezialität kamen.
Viel Arbeit im Vorfeld hatten sich Karl Spitzer und Stephan Bayerschmidt zusammen mit ihren Frauen gemacht. Bereits um 7:00 Uhr früh heizten sie den Ofen vor dem Vereinsheim an, damit alles rechtzeitig fertig wurde. Nach dem fachgerechten Zerteilen wurde das Essen auf der Schlachtplatte serviert. Als alle satt waren machte sich das Organisationsteam, verstärkt durch Familie Lück, an das Verwerten des übrig gebliebenen Fleisches. Mit vereinten Kräften bereiteten sie aus den Resten die Spezialität „Leberpresssack“ zu. Diese wurde dann am nächsten Tag an die Dorfbewohner verteilt. Eilig wurde anschließend wieder alles aufgeräumt, abgespült und gesäubert denn bereits abends war die nächste Veranstaltung.
Michael Lück hatte in den letzten Wochen viel Zeit investiert und aus allen Fotos, die in Berlin geknipst wurden, eine ansprechenden Diapräsentation zusammengestellt. In unterhaltsamer Weise ließ er damit das Wochenende in Berlin Revue passieren. Sogar mit Untertitel waren die Bilder versehen, so dass der einstündige Vortrag sehr humorvoll und kurzweilig ablief. Anhaltender Applaus belohnte den Feuerwehrkommandanten für seine Mühen. Im Anschluss daran zeigte Hans Seebauer seinen Film unter dem Motto „Berlin, Berlin wir waren in Berlin“. Auch dieses „Highlight“ genossen die Anwesenden und so manche Erinnerung an diese besondere Fahrt der Dorfbewohner wurde geweckt.
Unter den Besuchern war ein Geburtstagskind, nämlich Ludwig Grüner, der sich mit seiner Familie den Berlinabend nicht entgehen lassen wollte. Christina Rominger gratulierte im Namen der Dorfgemeinschaft und bedankte sich mit einem kleinen Präsent für seine Dienste im Rahmen des Wettbewerbs. Vor allem die gemeinsamen Busfahrten und Auftritte werden den Haidenkofenern unvergesslich bleiben. Auch ohne instrumentaler Begleitung schafften es die Anwesenden das Geburtstagskind gesanglich „Hoch“ leben zu lassen. Gott sei Dank erbarmte sich danach der „Jubilar“ und holte sein Musikinstrument hervor, das er „zufällig“ im Auto hatte. Zusammen mit seinen Brüdern spielte er den ganzen Abend alle Lieblingslieder der Haidenkofener. Auch Ludwig Hierlmeier konnte mit einem erneuten Auftritt seine „Löfflerqualitäten“ unter Beweis stellen, und Bergmüller Christian erwies sich als begnadeter Gstanzlsänger. So ging es wieder mal hoch her in Haidenkofen und die letzten Besucher gingen erst in den frühen Morgenstunden (4:30 Uhr) nach Hause.
Bericht vom 25.03.2011



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