Jungfischer besteht Prüfung



Prüfungszeugnis für Johannes Seebauer

 

60 Fragen aus fünf Wissensgebieten

 

45 Teilnehmer aus den Landkreisen Regensburg und Straubing-Bogen nahmen heuer an der staatlichen Fischerprüfung teil, die landeseinheitlich am ersten Samstag im März stattfindet.

 

Dabei wird eine der Prüfungen auch stets in der Mehrzweckhalle in Obertraubling sowie eine weitere Prüfung im Staatlichen Berufsbildungszentrum in Regensburg durch das Amt für Landwirtschaft und Forsten durchgeführt. Wie der Verantwortliche, Regierungsamtsrat Pfeffer, berichtete, schwitzten heuer in der Obertraublinger Mehrzweckhalle insgesamt 162 Prüflinge bei den 60 Fragen aus fünf Wissensgebieten.

 

Unter den Prüflingen in Obertraubling war auch der 12-jährige Johannes Seebauer aus Haidenkofen. Drei Wochen musste er sich in anglerischer Geduld üben, bis das Prüfungsergebnis bekannt gegeben wurde. Nun freut er sich sehr, dass die Büffelei der letzten Wochen nicht umsonst war. Am schwierigsten empfand er die Fragen im Bereich der Fischkunde. Doch die gute Vorbereitung in Sünching an elf Unterrichtsnachmittagen hat sich bezahlt gemacht.

 

Wie Lehrgangsleiter Christian Schneider bestätigte, haben die in Sünching ausgebildeten Fischer eine viel geringe Durchfallquote als der Landesdurchschnitt mit 7,32 %. Nur wer mindestens 30 Stunden einen Vorbereitungslehrgang durch einen zugelassenen Lehrgangsleiter nachweisen kann, wird zur Prüfung zugelassen. Bereits seit  vielen Jahren werden diese Vorbereitungskurse in Sünching angeboten. Zum Lehrplan gehörten auch die praktische Einweisung in die Behandlung der gefangenen Fische sowie das Knotenbinden. Dabei wurde das fachgerechte Betäuben und Töten der Fische wie auch das Ausnehmen im Hofraum des Gasthauses Englberger an einigen Karpfen demonstriert.

 

Umfangreich waren die Themengebiete, über die die Prüflinge Bescheid wissen mussten. Zwei Stunden hatten sie Zeit, ihr neu erworbenes Anglerfachwissen zu beweisen. Im ersten Abschnitt waren zwölf Aufgaben aus dem Bereich der Fischkunde zu beantworten. Hier grübelten die Teilnehmer über Fragen wie: Welche Fischart klebt die Eier an Wurzeln und Steine? Welche Fischart hat am Rücken zwei Flossen? Woran erkennt man die männliche Äsche?

 

Im zweiten Prüfungsabschnitt ging es um die Gewässerkunde. Hier galt es unter anderem zu wissen, bei welcher Wassertemperatur hat das Wasser die größte Dichte oder wie kann man Eintagsfliegen- und Steinfliegenlarven sicher unterscheiden. Weitere 36 Prüfungsfragen befassten sich jeweils mit Schutz und Pflege der Fischgewässer, den Fanggeräten und deren richtige Handhabung, der fischereilichen Praxis und Behandlung der gefangenen Fische, des Weiteren mit dem Fischerei- und Wasserrecht sowie dem Tierschutz und Tierseuchenrecht.

 

Nach dem Bestehen der Prüfung erhielt Johannes nun das begehrte Prüfungszeugnis und kann sich jetzt einen Fischereischein und einen Fischereierlaubnisschein ausstellen lassen. Erst mit diesen beiden Papieren kann der frisch gebackene Petrijünger am Wasser das Angelwaidwerk ausüben. Die Aufnahme in den  Fischereiverein Haidenkofen hat er bereits beantragt.

 

Bis zum 14. Lebensjahr darf er allerdings nur in Begleitung eines Erwachsenen Fischers sein neues Hobby ausüben. Wie Johannes dem Vorstand sowie dem Jugendwart des Fischereivereins mitteilte, freue er sich nach so viel Theorie endlich auf die Praxis und auf den ersten Fisch, der bei ihm in Haidenkofen anbeißt.

 

 

Jungfischer

Jugendwart Stephan Bayerschmidt gratuliert Neumitglied Johannes Seebauer zur bestandenen Prüfung

 

 




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