Maiandacht 2018



"Sei gegrüßt viel tausendmal"

 

 

Bekenntnis zu Glaube und Brauchtum

 

 

Das kleine Kirchlein in Haidenkofen konnte die vielen Besucher kaum aufnehmen, die am Pfingstmontag in die Ägidiuskirche in Haidenkofen zur Maiandacht des Frauentreffs gekommen waren. Traumhaftes Wetter zog viele Besucher an und bescherte den Haidenkofenern eine überfüllte Kirche.

 

Die diesjährige Maiandacht stand unter dem Motto: „Du bist gesegnet unter den Frauen.“ Alle Gläubigen wurden eingeladen, ein Stück des Lebensweges Marias in drei Stationen mitzugehen. Mit einfühlsamen Texten wurde Bezug genommen auf Erfahrungen aus der heutigen Zeit, die uns mit Maria verbinden.

 

In der ersten Station blickte Eva Gerl auf ein Frauenleben, so wie wir es teilweise auch heute kennen: Maria erfährt Zuneigung in Kindheitstagen, wächst zu einer hoffnungsvollen jungen Frau heran, verlobt sich. Doch dann?

Parallel dazu zeigte sie auf, dass auch in der heutigen Zeit Schwangerschaft und Geburt oft mit vielen Nöten und Fragen verbunden sind und eine Lebensplanung in Frage stellen können. Mit einem gefüllten Wasserkrug am Altar wird an die Geburt, an die Taufe und an die Erziehung von Kindern erinnert.

 

Im darauf folgenden Teil ging es um die Beziehung von Maria zu Elisabeth und wie wichtig es ist, Hilfe zu erfahren und Beistand von Mitmenschen zu bekommen. Christina Rominger wies darauf hin, dass auch wir zu „Elisabeth“ werden sollen, wenn jemand Zuspruch und Rat benötigt. Über eine Rose am Altar nahm sie symbolisch Bezug zu den Menschen, die unseren Lebensweg geprägt haben und uns in schwierigen Situationen beigestanden sind, ähnlich wie Elisabeth der Maria.

 

Im letzten Teil erinnerte Elli Helmbrecht an eine entscheidende Station im Leben von Maria, an den unfassbaren Tod ihres geliebten Sohnes. Der Blick auf das Kreuz am Altar soll auch uns an unser eigenes Kreuz erinnern, das wir tragen müssen, oder an die Kreuze, an denen wir Anteil genommen haben, da es solche von lieben Menschen waren.

 

Passend zu jeder Station verlas Verena Lück verschiedene Fürbitten.

 

Zusammenfassend stellte Eva Gerl fest, dass uns Maria in all den erwähnten verschiedenen Lebenslagen nahe sein kann, besonders aber in ihrer Erfahrung, von Gott durch die unterschiedlichsten Situationen hindurch getragen und gesegnet worden zu sein.

 

Mit dem Anzünden einer Taufkerze am Altar durch Mesnerin Elisabeth Spitzer hatte jeder Besucher die Möglichkeit, in deren Licht sein ganz persönliches Anliegen einzubringen.

 

Eduard Ringlstetter und Barbara Roider untermalten die Maiandacht mit liebevoll zusammengestellten Liedern. Begleitet von Wilfried Spitzer auf der Zither sangen sie verschiedene Marienlieder, u. a. „Ein Vorbild des Glauben bist du“, „Sei gegrüßt viel tausendmal“ und „Der Engel begrüßt die Jungfrau Maria“. Diese Liedtexte erfüllten den Kirchenraum mit jener anheimelnden Wärme, die alten Volksliedern eigen ist. Unter anhaltendem Beifall bedankten sich die Kirchenbesucher für dieses Musikerlebnis. Das gemeinsam gesungene Lied „Segne du Maria“ beendete die Andacht.

 

Im Anschluss an die Maiandacht wurden alle Anwesenden in das Vereinsheim zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Die Gäste spendeten reichlich, da die gesamten Einnahmen an die Kinderkrebsstation in Regensburg gehen. Sehr zur Freude des Veranstalters wurden fast 500 Euro eingenommen.

 

Beitrag vom 22.05.2018

 

Maiandacht 2018

 

Maiandacht 2018

 

Maiandacht 2018

 



(eg)

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