Maibaum 2023



Traditionen erhalten

 

Er gehört zum beliebtesten Brauchtum in Bayern: Der Maibaum.

 

Das Maibaumaufstellen war im Christentum lange Zeit verboten, auch noch im 18. Jahrhundert, allerdings ohne Erfolg. Ebenfalls aus diesem Jahrhundert stammt die Tradition, neben Kränzen und Bändern auch kleine Tafeln an Querbalken am Maibaum anzubringen. Bei uns sind darauf Handwerk und Gewerbe sowie die Ortsvereine abgebildet.

 

Traditionsgemäß übernehmen in unserem Ort die Männer das Aufstellen des Baumes vereinsübergreifend. Bis dieser prachtvoll geschmückt steht und endlich gefeiert werden kann, passiert in der Regel so Einiges. So stellte bereits der griechische Dichter Hesiodos 700 vor Christus treffend fest: „Wer will genießen, muss Schweiß vergießen.“ Oder anders ausgedrückt: Vor den Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt.

 

Aus diesem Grund begannen fleißige Helfer bereits um 8:00 Uhr früh mit den Vorbereitungen. Der im Vorjahr von Ludwig Hierlmeier gespendete Baum, der damals nur entrindet worden ist, erhielt nach dem Umlegen ein weißblaues Gewand. Diese Farbkombination ist nur in Bayern üblich. Erfreulicherweise war auch die Jugend zusammen mit ihren Vätern eifrig bei der Sache. Nachdem die Farbe getrocknet war, erfolgte die Einteilung und Markierung für die anzubringenden Schilder. Zum Schluss wurden die grünen Girlanden mit weiß-blauen Fahnen im Rautenmuster verziert, und auch die Schilder und der Wetterhahn konnten angebracht werden. Diese Tätigkeiten nahmen den ganzen Vormittag in Anspruch, denn auch das Vordach vor dem Vereinshaisl wurde noch aufgestellt.

 

Zum Glück hatte der Wettergott nach bisher regnerisch kühlem April-Wetter ein Einsehen und man konnte sich endlich wieder draußen aufhalten und die Natur genießen.

Die Arbeiten gingen dank der eingespielten Helfer flott von der Hand und so war das Werk mittags bereits vollbracht. Mit Hilfe des dorfeigenen Baggers wurde der Baum nachmittags aufgestellt, in seiner Halterung stabilisiert, ausgerichtet und zwischen zwei einbetonierten U-Eisen befestigt. Der besondere Blickfang in der Dorfmitte ragt nun wieder stolz in den Himmel.

 

Beim Maibaumaufstellen gehört neben Zusammenhalt und Geselligkeit auch das Feiern untrennbar zu diesem Brauch. Ab 18 Uhr luden Grillschmankerl und süffiges Bier zum Verweilen ein. Da am gleichen Tag auch die traditionelle Maiandacht mit anschließendem Besuch des „Dorf-Cafes“ stattfand, herrschte von früh bis spät reges Treiben auf dem Dorfplatz und im Vereinshaisl.

 

 

           Die Grundierung wird aufgetragen                       Sicheres Aufstellen

                         Rentnerfrühschoppen                                               Hausfrauen unter sich

 

 

Beitrag vom 03.05.2023

 

 



(eg)

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