Frauenfrühstück 3/11



Entrümpeln beschwingt

 

Referentin ermunterte zum Ausmisten

 

 

Rund 50 Frauen waren der Einladung des Frauentreffs Haidenkofen gefolgt und verbrachten einen geselligen und informativen Vormittag beim 4. Frauenfrühstück. Im Anschluss an das reichhaltige Frühstück referierte Sozialpädagogin Sabine Meckl über das Thema: "Entrümpeln befreit - befreit entrümpeln".

 

"Welchen Wert hat der Müll, der in Deutschlands Haushalten lagert?" Diese Frage stellte Frau Meckl zu Beginn ihres Vortrages. Erstaunt waren die Zuhörerrinnen als die Referentin einen Betrag von 35,5 Milliarden Euro nannte. Jeder weiß aus eigener Erfahrung, dass sich im Laufe der Zeit oft Dinge ansammeln, die eigentlich keiner mehr braucht. Dabei wäre es angebracht, immer wieder auszumisten und sich von Sachen zu trennen, anstatt sie von einer Ecke in die andere zu räumen. Zu bedenken sei auch, dass Krempl magnetisch ist und anderes Gerümpel anzieht. Mindestens einmal im Jahr sollte man Schränke ausmisten, Speicher und Keller entrümpeln und sich von unnötigem Ballast trennen. Dies schafft nicht nur mehr Raum, es befreit auch Geist und Seele. "Der Ärger über zu viel Gerümpel kann nämlich zu Stress führen und die Lebensfreude trüben", stellte Frau Meckl fest. Sie konfrontierte die Zuhörer mit der Frage, was eigentlich Krempel sei und welche Auswirkungen dieser auf unser Wohlbefinden habe. Nicht selten fühle man sich eingeengt und es fehlt geradezu der Plat,z um sich frei bewegen zu können. Gerade Geschenke oder Erbstücke, die mit Erinnerungen behaftet sind, möchte man ungern entsorgen, selbst wenn sie nutzlos sind. "Versuchen Sie sich vorzustellen, ob Sie das Materielle brauchen, um die Erinnerung nicht zu vergessen, oder ob Sie diese auch ohne den Gegenstand im Gedächtnis behalten. Wenn die Vergangenheit zu viel Raum einnimmt, ist man nicht mehr offen für Gegenwart und Zukunft," motivierte die Referentin.

 

Gerümpel sind Dinge die man nicht braucht und auch nicht liebt. Leicht verliert man den Überblick, wenn sich viele Dinge auf engem Raum befinden. Krempel mache auch müde und setze Druck frei, so die Referentin, die nicht nur auf den Platzbedarf, sondern auch auf den erhöhten Putzaufwand verwies. Menschen in unserer modernen Wegwerfgesellschaft konsumieren viel und kaufen immer wieder Neues, auch wenn das Alte noch lange benutzt werden könnte. Um so mehr sollte man sich immer wieder dazu überwinden, sich von Krempel und Gerümpel zu trennen. Gelegentliches Ausmisten kann Körper, Geist und Seele befreien und erleichtert ungemein. Geben Sie sich einen Ruck und gehen Sie die Sache mit positiven Gedanken an. Im Kleiderschrank könne man all die Kleidungsstücke ausrangieren, die seit zwei Jahren nicht mehr getragen wurden, ermunterte Frau Meckl. Heben Sie die Sachen nicht auf, weil sie vielleicht wieder passen könnten, wenn Sie 20 Kilogramm leichter sind. In diesem Falle haben Sie sich etwas Neues verdient. Entrümpeln kann auch neuen Schwung geben und Stress abbauen. Oft weiß man nicht, wo man anfangen solle und welcher Zeitpunkt der richtige sei. Auch erfordere es schon eine besondere Überwindung, wenn anscheinend so lieb Gewonnenes in den Müll gegeben werden soll. Aber im Nachhinein sei man letztendlich doch froh, sich davon getrennt zu haben.

 

"Fangen sie mit Kleinem an", forderte Frau Meckl die Zuhörer auf. Es muss ja nicht gleich der Keller oder Speicher sein. Eine Tasche, ein Schubfach oder der Schreibtisch reichen fürs erste schon aus, und es motiviert ungemein. Mit vielen Beispielen zeigte die Referentin auf, wie man entrümpeln kann. Um die Übersicht für ganz Zaghafte zu erleichtern, bieten sich mehrere Kisten oder Wäschekörbe an. Von der Müllkiste, der Reparaturkiste, der Wiederverwertungskiste bis zur Unentschlossenheitskiste reichte ihr Aufteilungsschema. Diese Unentschlossenkiste sollte in ein Zwischenlager gestellt werden. Falls man ein Jahr nicht wieder in die Kiste geschaut hat, kann man sie unbesehen wegwerfen. Eine andere Möglichkeit ist folgender Trick: Wenn etwas Neues gekauft wird, fliegt etwas anderes raus. Außerdem stellen Sie bei jedem Gegenstand, bei dem Sie unentschlossen sind, die Frage: "Brauche ich dich wirklich, erleichterst du mein Leben, machst du mich glücklich", gab Frau Meckl den Besuchern mit auf den Weg.

 

Die Frauentreff-Vorsitzende dankte zum Ende des Vortrages der Referentin für die Tipps und ermunterte die Zuhörerinnen, gerade jetzt zum Frühlingsbeginn mit dem Entrümpeln anzufangen.

 

 

Frauenfrühstück 2011

 

 

Das Organisationsteam

 

 

Referentin und Vorsitzende

 

 

Frauenfrühstück 2011

 




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