Haidenkofen heute



Luftaufnahme

Bild: Robert Spindler Sünching, aufgenommen 2006

 

 

Haidenkofen ist ein Ortsteil von Sünching mit Hauptwohnsitz gemeldeten 87 Einwohnern (Stand 30.6.2015). Im Jahre 1972 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde aufgrund der Gebietsreform nach Sünching eingegliedert. Dieses Kleinzentrum ist nur einen Kilometer entfernt und bietet den Dorfbewohnern so manchen Arbeitsplatz und die komplette Nahversorgung von der Apotheke bis zum Zahnarzt.

Eine gute Anbindung an die Schul- und Einkaufstädte Straubing und Regensburg ermöglicht der dortige Bahnhof. Die unmittelbare Nähe zu Sünching ist jedoch auch der Grund, dass die kleinen Gewerbebetriebe im Ort nicht mehr wettbewerbsfähig waren. So werden die Gaststätte, das Lebensmittelgeschäft, die Schmiede und die Mühle schon lange nicht mehr betrieben.  

Der Ort ist mit 6 Vollerwerbslandwirten und drei Nebenerwerbslandwirt überwiegend landwirtschaftlich geprägt und hat seinen typischen Dorfcharakter erhalten. Zahlreiche das Ortsbild prägende Anwesen wurden vorbildlich renoviert, neue Wohnhäuser fügen sich gut in die Umgebung ein. 

 

 

Soziale und kulturelle Aktivitäten

 

  

Trotz des Verlustes der Unabhängigkeit war den Haidenkofenern daran gelegen, die Eigenständigkeit als Dorfgemeinschaft zu bewahren. Dazu gehört auch selbst Hand anzulegen und nicht immer gleich die Hilfe der Gemeinde anzufordern. Durch diese aktive Mitwirkung wurde das Zusammenleben gestärkt und die Lebensqualität im Dorf verbessert.  

Dies liegt wohl auch daran, dass es eine Handvoll Menschen gibt, die es verstehen, andere für eine Idee zu begeistern. So richtig aktiv wurden die Haidenkofener erstmals als das Wirtshaus im Ort zumachte und die Dorfbewohner ein leer stehendes Gebäude als Vereinsheim umbauten.

Von den Einwohnern wurden in den letzten 20 Jahren Verschönerungsmaßnahmen durchgeführt, Begegnungsflächen geschaffen, aber auch Freizeiteinrichtungen errichtet und selbst finanziert. So befinden sich jetzt im "Zentrum" ein Kinderspielplatz, ein Beachvolleyballfeld sowie ein kleiner Fußballplatz. 2005 wurde ein neues Feuerwehrhaus gebaut und 2010 eine Holzkegelbahn, wie sie früher im Wirtsgarten gestanden hat.

Zu jeder Jahreszeit finden im Dorf irgendwelche geselligen Aktivitäten statt. Hoch her geht es im "Vereinshaisl", welches Treffpunkt für Jung und Alt ist. Freitags und sonntags ist Gesellschaftsabend. Diese Begegnungsstätte wurde zum Dreh- und Angelpunkt des Dorflebens. Hier finden auch Weihnachtsfeiern für die älteren Dorfbewohner oder Faschingsveranstaltungen und Bastelnachmittage für die Kinder statt.

Gemeinsam stemmen die Vereine mit viel Idealismus die vielen Veranstaltungen. Natürlich gibt es immer einige Initiatoren, aber bei einem kleinen Ort, muss die ganze Dorfgemeinschaft mitmachen, sonst funktioniert es nicht." 

                                                                                                                                                  

 

Grüngestaltung

 

 

 

Die malerische Lage im Tal der Großen Laber mit viel HaidenkofenHeuteGrün und mit Blumen geschmückten Häusern macht Haidenkofen zu einem ganz besonderen Dorf. Nach der gelungenen Dorferneuerung vor  20 Jahren hat sich das Ortsbild weiterentwickelt. Liebevoll gepflegte Gärten sowie alter Baumbestand, der erhalten und durch neuen stilgerecht ergänzt wird, runden das Bild ab. Bereits mehrmals wurden verschiedene Gärten auf Kreisebene ausgezeichnet.    

 

Die Straßen sind eingesäumt von großzügigen Grünstreifen, die mit Bäumen und Blumen bepflanzt sind, und von den Anwohnern gepflegt werden. Durch einen Grüngürtel aus Gehölzen, der den Ortsrand umschließt, ist Haidenkofen harmonisch in die Landschaft eingebunden. In unmittelbarer Nähe des Dorfes befinden sich 20 Biotope, die ihre Funktion als Lebensraum für die einheimische Flora und Fauna bestmöglich erfüllen. Sowohl die Ufer der Großen Laber als auch der Dorfweiher sind naturnah gestaltet. In der Laber-Aue befindet sich ein kleines Auwäldchen, das seit 40 Jahren nicht mehr forstwirtschaftlich genutzt wird. Hier blühen im Frühjahr noch seltene Blumen. Ein Altwasser der Laber wurde ebenfalls der Natur überlassen, hier darf auch nicht geangelt werden.

 

                                                        

                                                                                                                                                                                     

                                                                                                                                     Bild Robert Spindler, Sünching – Blick von der Laberbrücke     
   

          

 Fit für die Zukunft

                                                                                                     

Um auch künftigen Anforderungen gerecht zu werden geht der Ort verantwortungsvoll mit den Ressourcen um und nutzt erneuerbare Energien. Viele Haidenkofener setzen auf die Energieerzeugung durch Sonneneinstrahlung. Nicht auf kostbarem Ackerland, mit 80er und 90er Böden, sondern auf den Dächern befinden sich Photovoltaikanlagen, die das Fünffache dessen an Strom erzeugen was im Ort selbst verbraucht wird. Einige Landwirte bauen Energiepflanzen an. Ein Hektar Chinaschilf (Miscanthus) reicht aus, um ca. 8.000 Liter Heizöl einzusparen. Als einziges Dorf in der Umgebung ist Haidenkofen seit 2010  gentechnikfreie Anbauzone.

 

 



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